Carola Muysers: Ein neuer Raum, a new space „Science meets Art“

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Das Projekt „Science meets Art“ läuft seit dem 23. August. Sechs Künstler/innen, die eingehende Erfahrungen mit wissenschaftlichen Inhalten haben und anfangs sechs Naturwissenschaftler/innen, die ein großes Interesse an der ästhetisch-kreativen Auseinandersetzung mit Forschungsthemen haben, treffen einander. Gute Voraussetzungen für eine produktive Zusammenarbeit. Drei Wochen stehen zur Verfügung, zwei hervorragende Raumangebote für die Endpräsentation. Das Projekt zieht seine Kreise, schon jetzt melden sich weitere interessierte Naturwissenschaftler/innen.
Die Künstler/innen haben ihr Atelier, die Naturwissenschaftler/innen ihr Labor verlassen, um sich „in der Mitte, in einem neuen Raum“ zu begegnen. Das ist ein einzigartiger Moment! Der Raum, der „space“, in dem sich beide Gruppen treffen, was ist er, wie sieht er aus, was findet sich darin? Vorsichtig tastet man sich durch, leise Worte sind zu hören, hier und da auch ein Ruf, ich höre auch schon mal einen Fluch, da stolpert einer oder strauchelt, fängt sich wieder. Alle Sinne sind geschärft, alle Sinne sind gefordert, das Denken, Fühlen, Handeln und Entscheiden läuft auf Hochtouren.
Langsam sieht man die anderen, erst die Konturen, dann die Bewegungen, dann mehr und mehr. Man erkennt, nähert sich und beginnt zu fragen: nach dem Was, dem Wie und dem Warum. Was macht ein/e Wissenschaftler/in, was macht ein/e Künstler/in, wie sieht die Arbeit aus, die sie tun, wie sieht ihre Arbeitsstätte aus, was sind ihre Medien, was sind ihre Arbeitsprozesse, in welchem Kontext geschehen sie? Wann beginnt die Arbeit, wo hört sie auf, wozu die Forschung, wozu die Kreativität? Was ist der ästhetische, der gesellschaftliche Auftrag? Man fragt und lauscht der Antwort, man sieht Schnittstellen, Übereinkünfte, man sieht aber auch Differenzen und Divergenzen. Das ist ein Prozess, dessen Bedeutung wir noch gar nicht absehen können. Wichtig und wertvoll ist er allemal!
In „Science meets Art“ begegnen sich nicht nur die Naturwissenschaften und die Künste, hier begegnen sich auch die Naturwissenschaftler/innen und die Künstler/innen. „Scientists meets Artists“ müßte der Untertitel des Pilotprojekts heißen. Forscher/innen treffen Künstler/innen, um gemeinsam etwas zu schaffen, etwas zu schöpfen, etwas zu kreieren. Ein Werk aus Gedanken, Formen, Material … we will see!

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