René Crettol, Science meets Art

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25.08.2010

Beschreibung der inneren Abläufe. Ein Versuch der Erfassung in Worte durch René Crettol.

Durch das Sein mit Künstlern steigt der Wissenschaftler für eine Zeit aus dem zielgerichteten Arbeiten an seinem Thema aus und begibt sich in die Domäne der Künste. Um sich mit dem kreativen Prozess zu entspannen. Sich selbst und seine Arbeit in diesem Rahmen zu hinterfragen um neu ausgerichtet und sich danach inspiriert seiner Wissenschaft wieder zu zuwenden. Befruchtet um andersartige Ansätze, bereichert um die Erfahrung des Kunstschaffens, welches auch sinnlos sein darf. (Aus eigener Erfahrung kenne ich den inneren Zwang des Sinvollen und den Bewertungsdruck durch Nützlichkeit.)

ODER AUCH:
Der Wissenschaftler hat ein Thema, das er erforscht, aus einem inneren Antrieb heraus (bestenfalls ), um Erkenntnisse zu machen, die ihm helfen, seine Fragen zu beantworten. Dieser Komplex der Erkenntnisse kann einem Künstler übergeben werden, um auch den Künstler zu inspirieren. Die Inhalte der wissenschaftlichen Erkenntnis durch die Arbeit des Künstlers an die Menschheit zu übermitteln und so das Wissen auf vielschichtige Art publik zu machen. So dass es vom Volk erfasst werden kann. Dies meint: ein Kunstwerk zu schaffen, das auch ein Lehrstück ist. Das Kunstwerk erzeugt im Betrachter die Frage UND unterstützt ihn nachfolgend bei der Beantwortung. So kann der Betrachter den Erkenntnisschritt des Wissenschaftlers nachvollziehen und lernen! Der Künstler kann auch die Werkzeuge und Techniken des Wissenschaftlers für seine Kunst verwenden. Hi-Tec Kunst. Der Wissenschaftler und Künstler können auch in einer Person vereinigt sein -> Universalgenies wie Leonardo da Vinci. Gegenseitige Bereicherung : Das Ausgerichtetsein des Wissenschaftlers auf weltliche Dinge, kann dem Ungebundenensein des Künstlers Erdung geben.

Anmerkung : Ja ich bin mir bewusst damit ein Stereotyp aufzugreifen, doch kann darin ein Funken Wahrheit liegen. Denn die Künste wollen sich doch auch bewusst von der Schwere der Welt entfernen. Weg vom Profanen. – Um das Unbekannte zu erschliessen, das noch nie Gedachte.

3 Responses to “René Crettol, Science meets Art”

  1. Rene Crettol sagt:

    Ein paar Tage später kommt eine erweiterte Erkentnissebene hinzu..

    So empfinde ich es jetzt so, dass mit dem Künstler oder Wissenschaftler ich die Archetypen bezeichnet hatte.

    Die da wären.

    + Wissenschaflter +
    Der gedanklich orientierte Rationalis, welcher den Sinnlichen und Emotionalen Aspekt seines Seins vernachlässigt. Sich der irrationalität seiner Sinne und Emotionen ausgeliefert fühlt.

    + Künstler +
    Der sinnliche und intuitive Mensch, durch die im vordergund stehende Emotionoalität ist auch das Aesthetische von wichtigkeit. Das komplizierte des Geistes ist von dieser Position aus nicht erstrebenswert. Der Fluss ist interessanter.

    Ganz fasziniert beobachte ich, wie sich durch die Teilnahme an diesem Projekt so viel in mir Bewegt. Durch den Austausch mit den Anderen eröffnet sich ein tiefgreifendes Erfassen der Zusammenhänge und erkennen neuer Aspekte. Im moment scheint es mir, dass so etwas wie eine Objektive Meinung garnicht gibt.
    Jede äusserung eines Menschen ist immer Subjektiv zu seinem Kontext (Erfahrungen, Belehrungen, Soziale Schicht, Glaubenssystem und Geografische Herkunft…)

    Ist da der anspruch der Wissenschaften nach objektiver Erkenntnis/Wahrheit überhaupt erfüllbar?

  2. Christof Schmalenbach sagt:

    ich stimme nicht zu, dass kunstschaffen auch SINNLOS sein darf. nicht gebunden an einen materiallen oder meßbaren zweck – das ja, aber SINNLOS?

    schwer fällt mir auch die charakterisierung
    wissenschaft=ratio versus
    kunst=emotionalität.

    zumal ja schon die begriffe rationalität und emotionalität ein vereinfachtes modell darstellen, welches nach heutigen kenntnissen der neurologie / gehirnforschung so nicht trägt. die übergänge sind möglichwerweise fliessender.

    bezogen auf die naturwissenschaften gibt es ja die (wiederum etwas willkürliche) nach reiner & angewandter wissenschaft.

    der geniale zahlentheoretiker G.H. Hardy hat von sich behauptet:
    „I have never done anything ‚useful‘. No discovery of mine has made, or is likely to make, directly or indirectly, for good or ill, the least difference to the amenity of the world.

    und heute ist die zahlentheorie eine basistechnologie für das verschlüsseln von daten,mails etc. im internet.

    ich denke, dass uns heute zunehmend die fähigkeiten/möglichkeiten verloren gehen, den objekten unserer arbeit die notwendige zeit und muße zu widmen. kurzfristige erfolge sind gefragt. die „erfolgs-„kriterien unseres schaffens können wir nur zum teil selbst festlegen.

    ich denke das gilt sowohl für wissenschaftler als auch für künstler (für erstere vielleicht etwas ausgeprägter, aber da bin ich nicht sicher)

  3. Vielleicht sollten wir besser nutzlos sagen statt sinnlos – einen Sinn hat es immer aber vielleicht nicht einen direkten Nutzen. Aber gerade darum macht es Sinn.

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